Absinth-Ursprung Absinth-Geschichte Absinth & Kunst Absinth Verbot Absinth Wirkung Absinth Trinkart Absinth Museum Absinth Shop Baumgärtner Absinth Absinth Geschichte
Drachenburg in Syrau / Vogtland (historische Aufnahme)
© Baumgärtner Absinth e.K. 2012
Nachdem Absinth vor dem Christentum bereits bekannt war, setzte sich die Verbreitung nach Christus fort. Absinth fand Eingang in die Bibel, allerdings in einer etwas negativen Form, da er hier im Zusammenhang mit Bitterkeit, Gift und Verrat auftritt. In der Biblischen Apokalypse (ca. 95 n. Chr.), auch als das 5. Element bezeichnet, findet sich in der Offenbarung des Johannes 8-11 folgender Absatz: „Und der Name dieses Sterns heißt Absinth (Wermut). Und der dritte Teil der Wasser wurde zu Absinth (Wermut), und viele Menschen starben von den Wassern, weil sie bitter geworden waren.“ 1769 taucht der Name Absinth in Form einer Zeitungsannonce in Couvet im Schweizer Kanton Neuchatel auf. Es handelt sich hierbei um ein Elixier namens „Bon Extrait dÁbsinthe“, ein belebendes Allheilmittel, welches die Schwestern Henriod aus Alkohol, Wermut, Zitronenmelisse und einigen anderen Zutaten gebraut hatten. Doch ob die v. g. Schwestern Henriod als Erfinderinnen anzusehen sind, ist umstritten. Andere Literaturquellen verweisen diesbezüglich auch auf Henriette Henriod oder ein Kloster im Val-de-Travers und den Schweizer Arzt Dr. Ordinaire. Unstrittig ist indessen das die Schwestern ihr Rezept 1797 an Henrie Dubied verkauften, der im selben Jahr zusammen mit seinem Sohn Marcellin und seinem Schwiegersohn Henri-Louis Pernod eine Absinthdestillerie in der Schweiz eröffneten. Dort wurden anfangs bescheidene 16 Lit. pro Tag produziert.
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Ägypter – Griechen – Römer Ägypter – Wermut wurde schon 1600 Jahre v. Ch. Bei den Ägyptern erwähnt. So gab es bereits ein Wermutbier, welches mit Früchten u. Honig angesetzt war. Wermut war dort auch eine kultische Pflanze, da ihn die Isispriesterinnen bei Ritualen in den Händen hielten. Griechen – Bereits in der griechischen Antike kannte man die Wirkung von Absinth in allen möglichen Formen vom Heilmittel bis zum Aphrodisiakum. Absinth wurde von Hippokrates (um 460-375 v. Ch.), der viel mit Wermut experimentierte und Pythagoras als Arznei gegen vielerlei Leiden verordnet. Galen (um 131-201 n. Ch.) empfahl Absinth bei Magenverstimmung. In der griechischen Mythologie war Absinth der Göttin der Jagd und der Fruchtbarkeit, Artemis geweiht. Medizin aus Wermut begleitete die Frauen von der Pubertät bis zur Menopause, half bei der Geburt ebenso, wie bei ungewünschter Schwangerschaft.
Hippokrates
Galen
L´heure Verte (Die Grüne Stunde)
Ende des 19. Jahrhunderts erreichte Absinth in Frankreich eine so große Popularität, dass Pernod die Produktion noch einmal auf 100.000 Lit. pro Tag steigern musste. Die Preise für Absinth wurden immer erschwinglicher. Dies trug dazu bei, dass bis zum 1. Weltkrieg der Absinthkonsum nochmals um das Fünfzigfache anstieg und alle Bevölkerungsschichten erreicht hatte. Am Nachmittag trank jeder Absinth und die Zeit zwischen 17 und 19 Uhr wurde nun in Frankreich “L´heure Verte“ genannt.
Nachdem die Nachfrage weiter zu steigen begann, eröffnete Henri-Louis Pernod 1805 in Pontarlier, auf der Franche-Comté, die erste Fabrik, in der Absinth industriell hergestellt wurde. Absinth begann zum Bestseller zu werden. Neben der Brennerei von Pernod, zählte CUSENIER als Hersteller der Marke OXYGÉNÉE, zu den erfolgreichsten. Der Wermut-Anbau wurde zu einer der wichtigsten Erwerbsquellen im Val-de-Travers. Obgleich in der Schweiz erfunden, war Absinth eigentlich ein französisches Getränk. Bereits 1840 wurde es offiziell den franz. Soldaten im Algerienkrieg als " Medizin" gegen Fieber und Durchfall zugeteilt. An den Geschmack gewöhnten sich die Soldaten schnell und brachten diese Trinkvorliebe nach dem Krieg mit nach Frankreich zurück. Absinth hatte den Status als Kult-Getränk erreicht. Beispielsweise wurden 1912 allein in Frankreich über 220 Millionen Liter Absinth getrunken. Dabei hatte sich Absinth inzwischen in nahezu der ganzen Welt verbreitet.
Absinth-Geschichte