Absinth-Ursprung Absinth-Geschichte Absinth & Kunst Absinth Verbot Absinth Wirkung Absinth Trinkart Absinth Museum Absinth Shop Baumgärtner Absinth Absinth Verbot
Drachenburg in Syrau / Vogtland (historische Aufnahme)
© Baumgärtner Absinth e.K. 2012
Letztlich wurde ein grausamer Mord in Lausanne, den ein notorischer Trinker an seiner Familie verübte zum Aufhänger genommen. Obwohl jedem bekannt war das der "Absinthmörder"(Jean Lanfray) täglich bis zu 5 Lit. Wein konsumierte und in der Tatnacht zum krönenden Abschluss lediglich 2 Gläser Absinth getrunken hatte, wurde damit eine Volksbewegung gegen Absinth losgetreten. Dem Absinthverbot folgte u.a.1923 Deutschland. Ungeachtet dessen lebte die Fee weiter. Im Val-de- Travers wurden bis 2005 (Jahr der Legalisierung) jährlich ca. 15000 Lit. Absinth hergestellt. Übrigens war Absinth in Spanien und Portugal nie verboten. Diesem Umstand ist es wohl auch zu verdanken gewesen, dass Absinth überhaupt wieder legal wurde, denn als diese Länder zu Beginn der 90-er Jahre der EU beitraten, wurde das "Absinth-Verbot" entsprechend geprüft und aufgehoben.
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Bereits um 1850 kam Absinth in Verruf. Bei chronischer Aufnahme wurde ein Syndrom beschrieben, praktischerweise Absinthismus genannt. Als Leitsymptome galten Sucht, Übererregbarkeit und Halluzinationen. Die nachfolgende soziale Ächtung der Absinthtrinker ist bis heute im Sprachgebrauch anzutreffen, wenn jemand als „Wermutbruder“ bezeichnet wird. Schlechte Weinernten und stetig rückläufige Umsatzzahlen sorgten dafür, dass die Weinindustrie in Absinth eine unliebsame Konkurrenz sah, die man beseitigen wollte. In Frankreich wurden 1912 220 Millionen Lit. Absinth konsumiert und in der Schweiz sollten um die Jahrhundertwende angeblich 40% der erwachsenen Bevölkerung absinthabhängig gewesen sein. Ärzte und Wissenschaftler versuchten nachzuweisen, dass Absinth für alle erdenklichen Übel der Zeit verantwortlich war. Von Epilepsie und Impotenz über Tuberkolose und Syphilis bis hin zu Kriminalität, Suizid und Wahnsinn. Eine französische Zeitung schrieb: „Wenn Absinth nicht verboten wird, wird unser Land bald eine riesige Gummizelle sein, in der die Hälfte der Franzosen damit beschäftigt ist, die andere Hälfte in Zwangsjacken zu stecken.“ Kleriker und konservative Kreise sahen im Absinth die Ursache für Sittenverfall und Umstürzlertum. Im Verbund mit „Blaukreuzlern“ wurde Absinth zwischen 1908 und 1923 (Deutschland) verboten.
Absinth Verbot